Vorbei

Der Kampf ist vorbei. Der Krebs hat gesiegt.
Ganz langsam hat er dich untergekriegt.
Die Waffen werden zur Seite gelegt.
Der Rest des Lebens sorgsam gepflegt.

Es ist Zeit zu gehen
Das ist ganz schön hart.
Werden wir uns wieder sehen
nach unserer Fahrt?

Es sind kleine Dinge, die uns jetzt erfreun.
Ein Lächeln, eine Hilfe, eine Kerze, ihr Schein.
Wir geben uns Mühe, die Haltung zu wahren,
doch schnell ist klar: Das könn‘ wir uns sparen.
Der Abschied tut weh. Sein beißender Schmerz
bohrt sich ganz tief in unser verzweifeltes Herz.
Die Tränen sie fließen, wird das jemals enden?
Wir halten uns fest in unseren Händen.

Es ist traurig still. Ein Frieden breitet sich aus.
Er erfasst die Gedanken durchzieht unser Haus.

Da kommt ein Gedanke. Er ist vielleicht schwach.
Nach dieser Schranke gibts ein Gemach.
Da steht jemand drin, der hat alles durchlitten.
Er ist durch die Pforte des Todes geschritten.
Er hat überwunden, was wir grad erleben
Er will auch Frieden in Dein Herz geben.

Du kannst ihm vertrauen, denn seine Hand
führt dich in dem neuen Land.
Er ist auch bei uns, die vor der Grenze stehen.
Seinen Trost lässt er uns sehen
und seine Nähe spüren.
Das werden wir nicht verlieren.

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