… märchen von der börse

Jeden Tag werden uns an zunehmend prominenterer Stelle in den Nachrichten oder in eigenen TV-Shows die Börsenkurse präsentiert.

Die Kommentatoren erzählen uns oft herzzerreißende Geschichten wie die aktuellen Kursschwankungen aufgrund von Händler Über- oder Unterreaktionen zustande kommen. Dabei spielt der Faktor Mensch an der Börse nur noch eine untergeordnete Rolle. Viel stärker wirkt sich der computergesteuerte Hochfrequenzhandel aus über den laut Chip 10/2011 (ich habe ersatzweise einen ähnlichen Artikel von heise.de verlinkt) ca 75% aller Aktien gehandelkt werden. Die Computer reagieren bereits Millisekunden vor dem menschlichen Händler auf eintreffende Kursnachrichten und sind in der Lage noch bevor der Mensch einen Mausklick ausgeführt hat – geschweige denn im Besitz der Information ist – Millionen Aktien zu kaufen, oder zu verkaufen. Geschieht letzeres, kann es innerhalb von Sekunden zu dramatischen Kurseinbrüchen kommen.

Der Computerhandel und die unermessliche Gier der Menschen sind auch der Grund, warum die Börsen weltweit an allen Sonn- und  Feiertageln handeln – nach Ihrer Aussage – müssen. Händler anderer Länder ohne entsprechenden Sonn- oder Feiertag hätten beim maschinengesteuerten Handel gravierende Vorteile.

Die Börsenkurse sind also der Kampf hochgezüchteter Maschinen und menschengemachter Programme für dieselben. Diese haben gleichzeitig den Vorteil keiner ethischen Kontrolle zu unterliegen und keine Rücksicht auf wegen der Kiurse für lebensnotwendige Güter entstehende Hungerfolgen Rücksicht zu nehmen.

Da die Kommentatoren der Börsennnachrichten uns die geheimen Rechenformeln nicht erklären können und dies auch wenig “verkaufbares” abgeben würde hören wir uns die rührenden Geschichten vom nervösen Händler weiter an.

Zum Weiterlesen (Die Links öffnen sich in einem neuen Fenster):

 

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