Entschuldigung

Deutschland war einst eine stolze Nation
voller Patriotismus, ihr wisst das ja schon
Könige und Kaiser regierten das Reich
Die Untertanen war’n ihnen oft gleich.

Macht und Einfluss war immer ein Ziel
in dem großen politischen Spiel.
Man wollte erweitern das deutsche Gebiet
auf wessen Kosten auch immer das geschieht.

So begannen alsbald teure Abenteuer
man überzog Europa mit trommeldem Feuer.
Ein Feuer das kein Mensch jemals gesehen
sollte von unserem Land ausgehn.

Und als wäre das erste Mal nicht schon genug
so legte man bald schon ‘nen weiteren Zug
um ganz Europa für sich zu gewinnen.
Ein großdeutsches Reich wollten zahlreiche Stimmen.

So brachten wir Leid und Elend und Tod.
und stürzten Väter, Mütter und Kinder in Not.
Die Mordmaschine war alsbald perfekt.
Ein teuflischer Plan wurde ausgeheckt.

Man wollte das Volk unsres Gottes vergasen,
dass es alsbald liege unter dem Rasen.
Man wollte Macht und Land gewinnen.
Dies tat das deutsche Denken bestimmen.

Millionen von Juden und Polen und Slaven,i
Russen, Franzosen und auch Skandinaven
wurden getötet auf unsre Befehle
ein andres Schicksal war, dass man sie quäle.
Ich will hier nicht in die Tiefe gehen.
Mir reicht, was ich habe bis hierher gesehen.

Mir kommen die Tränen vor Trauer und Wut.
Wer ist das, der sowas mit Menschen tut?
Ich beuge die Knie vor Euren Gräbern
und möchte noch mehr Geschichte stöbern.

Ich schäme mich für meine Nation.
Und rufe „Vergebt uns!“ Wer tut das heut’ schon.
Auch meine Familie war eine von denen
die ging um andere zu verbrennen

Ich gebe es zu und bin mir ganz sicher
dadurch wird das Ganze nur fürchterlicher.
Es tut mir so leid, was wir euch getan
ich hoffe, ihr nehmt die Entschuldigung an.

Ihr Polen: Wir haben euch überrannt
Millionen unter die Erde gebannt

Russen: Wir wollten euer Land bringen in unsere gierige Hand

Franzosen: Wir überzogen euch mit Feuer und doch seid Ihr heut’ Freunde
das ist uns recht teuer.

England: Wir wollten dich besiegen und taten Bomben nach London fliegen.

Usbeken und Esten und Letten: Wir legten uns in eure Betten

Ihr Juden: Ihr musstet besonders leiden.
Gas oder Feuer war eine der beiden
Todesarten, die ihre habt gesehen
Doch Gott ließ euer Volk bestehen

Ich wünsche mir, unsere Nation lässt ihr Denken
von Gott in die richtigen Bahnen lenken.
Dass so etwas kann nie wieder passieren.
Ihr sollt auch einmal Segen spüren

Noch ist’s nicht soweit, das Denken sitzt tief.
In unserem Land gibt’s noch viel von dem Mief
der alten Geister, Mächte und Dämonen
die auszutreiben würde sich lohnen.

Das können wir alleine nicht schaffen
Da braucht es Gottes geistliche Waffen
und einen scharfen, klaren Verstand
und eine zum Dienen offene Hand

Ich wünsche mir ein Europa aus Brüdern und Schwestern
Aus Menschen aller Nationen und Nestern
Ich wünsche mir, dass Frieden und Segen
sich von uns über die Völker legen

Ich wünsche mir, dass neues Leben
aufbricht aus den alten Gräben
Ich steh’ vor Gott mit dieser Vision
und dränge und bitte: „Nun mach’ doch schon!“

Und wenn Du bis hier gelesen hast
Dann sei doch so frei, mein lieber Gast.
Sag, was Du empfindest und schließe Dich an.
Es ist mit ein paar Mausklicks getan.


i Vom zweiten Weltkrieg waren nicht nur die hier genannten Völker betroffen. Er hat tatsächlich große Teile der gesamten Welt erfasst. Anteilsmäßig auf die Gesamtbevölkerung gesehen gab es wahrscheinlich in Polen die meisten zivilen Opfer. Siehe auch: http://www.2-weltkrieg.info/2-weltkrieg-tote.htm und http://www.friedenskooperative.de/ff/ff05/2-73.htm Die Zahlen differieren von Autor zu Autor. Trotzdem wird klar, dass das ausgelöste Leid unermesslich war. Es geht aber um das gesamte angerichtete Leid und auch die nicht ausdrücklich genannten Länder dürfen sich hier angesprochen fühlen.

 Das Gedicht gilt allen, die durch Deutschland Leid erfahren mussten. Mir ist klar, dass nicht alle genannt werden können. (Dewegen der verweis auf die Internetseiten.) Mir ist auch klar, dass man es nicht in dem Sinn wieder gutmachen kann. Aber ich möchte mich dazu und zu der Vergangenheit meiner Vorväter stellen. Meine Eltern waren im Krieg Kleinkinder, klar, dass die es nicht verschuldet haben. Aber es geht heute immer noch darum, den Wunsch der Kriegsüberlebenden „Nie wieder Krieg“ umzusetzen und den Geist, der zum Krieg führte und der in unserm Volk immer noch sehr aktiv ist zu bekämpfen. Dies kann nur funktionieren, wenn wir aussprechen, dass dieser Geist noch aktiv ist und gleichzeitig darum bitten, dass Gott uns hilft, ihn auszumerzen. Mit unseren menschlichen Mitteln alleine werden wir es nach meinem Verständnis nicht schaffen.

Ich bin kein Historiker und deswegen geht es mehr um den Sinn der Aussagen, als um die völlige Exaktheit.

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