ein gutes neues jahr 2012

Ich wünsche allen Lesern dieses Blogs ein gutes und von Gott gesegnetes neues Jahr 2012. Das Jahr 2011 war ereignisreich und von großen gesellschaftlichen Umbrüchen geprägt.
Sei es, dass Menschen in verschiedenen Ländern Europas wegen der Schuldenkrise und schierer Existenznot auf die Straße getrieben werden, oder in Deutschland eher wegen Wohlstandsproblemen wie dem Frankfurter Flughafen oder Stuttgart  21.
Vielen dieser Entwicklungen steht man, auch mit einer eigenen Meinung und persönlichem Engagement relativ hilflos gegenüber. Die Wahrscheinlichkeit, dass 2012 ruhiger und friedlicher wird, halte ich persönlich eher für gering. Ich möchte mich aber weiterhin im Gebet und Tat für unser Land einsetzen und nicht darin nachlassen von Gott Wunder zu erwarten.
Dabei geht es mir nicht um einen frommen Fatalismus, der davon ausgeht, dass alles kommt wie es kommt, sondern darum, die Verantwortung, die uns Gott für unsere Welt gegeben hat im Dialog mit ihm auszuüben. Dazu und zum Querdenken will ich weiter ermutigen und manchmal auch ein wenig provozieren.

… märchen von der börse

Jeden Tag werden uns an zunehmend prominenterer Stelle in den Nachrichten oder in eigenen TV-Shows die Börsenkurse präsentiert.

Die Kommentatoren erzählen uns oft herzzerreißende Geschichten wie die aktuellen Kursschwankungen aufgrund von Händler Über- oder Unterreaktionen zustande kommen. Dabei spielt der Faktor Mensch an der Börse nur noch eine untergeordnete Rolle. Viel stärker wirkt sich der computergesteuerte Hochfrequenzhandel aus über den laut Chip 10/2011 (ich habe ersatzweise einen ähnlichen Artikel von heise.de verlinkt) ca 75% aller Aktien gehandelkt werden. Die Computer reagieren bereits Millisekunden vor dem menschlichen Händler auf eintreffende Kursnachrichten und sind in der Lage noch bevor der Mensch einen Mausklick ausgeführt hat – geschweige denn im Besitz der Information ist – Millionen Aktien zu kaufen, oder zu verkaufen. Geschieht letzeres, kann es innerhalb von Sekunden zu dramatischen Kurseinbrüchen kommen.

Der Computerhandel und die unermessliche Gier der Menschen sind auch der Grund, warum die Börsen weltweit an allen Sonn- und  Feiertageln handeln – nach Ihrer Aussage – müssen. Händler anderer Länder ohne entsprechenden Sonn- oder Feiertag hätten beim maschinengesteuerten Handel gravierende Vorteile.

Die Börsenkurse sind also der Kampf hochgezüchteter Maschinen und menschengemachter Programme für dieselben. Diese haben gleichzeitig den Vorteil keiner ethischen Kontrolle zu unterliegen und keine Rücksicht auf wegen der Kiurse für lebensnotwendige Güter entstehende Hungerfolgen Rücksicht zu nehmen.

Da die Kommentatoren der Börsennnachrichten uns die geheimen Rechenformeln nicht erklären können und dies auch wenig “verkaufbares” abgeben würde hören wir uns die rührenden Geschichten vom nervösen Händler weiter an.

Zum Weiterlesen (Die Links öffnen sich in einem neuen Fenster):